Das Mastzell-Aktivierungs-Syndrom (MCAS)

Beim MCAS kommt es zu einer verstärkten Aktivierung von sog. Mastzellen, die daraufhin sehr viel Histamin und andere Botenstoffe (Mastzellmediatoren) ausschütten, die viele verschiedene Symptome im ganzen Körper auslösen können. Die Häufigkeit des MCAS (D47.0 ICD10) wird mit 5-10% der Bevölkerung angegeben!

 

Beschwerden/Symptome:

Die möglichen Symptome sind sehr vielfältig und ähneln denen der Histamin-Intoleranz. Dazu gehören anfallsweise Magen-Darm-Beschwerden mit Durchfall, Darmkrämpfen (oft als Reizdarm verkannt), Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten, Darmentzündung, Magenbeschwerden durch vermehrte Salzsäure, Müdigkeit („chronisches Erschöpfungssyndrom“), Schlafstörungen, Übelkeit, Kopfschmerzen und  Hitzegefühl. Außerdem Asthma, laufende Nase (nach dem Essen), Hautrötung, Ekzeme, Urtikaria, Bluthochdruck oder Herzrhythmusstörungen.

 

Auslöser:

Es gibt viele verschiedene mögliche Auslöser für das MCAS, z.B. Infektionen, chronische  Erkrankungen, Entzündungen, Darmfehlbesiedlung, Nahrungsmittel, Lebensmittel-Zusatzstoffe, Chemikalien, Schwermetalle, Medikamente (z.B. Aspirin, Diclofenac), Stress, Hitze, intensiver Sport.

 

Diagnostik:

Die Diagnose ist oft schwierig und wird auf Basis der Patienten-Befragung, der Symptome und spezieller Blut- und Urinuntersuchungen gestellt (z.B. ECP, Histamin, Tryptase, Leukotriene, THAK). Die DAO-Werte sind in der Regel normal oder erhöht (im Gegensatz zur Histamin-Intoleranz).

 

Therapie:

Die Erkrankung läßt sich gut behandeln. Die Therapie richtet sich nach den Begleitumständen und den Symptomen. Auslösende Faktoren sollten so gut es geht reduziert und vermieden werden. Eingesetzt werden in der Therapie Vitamine und Vitalstoffe als Nahrungsergänzung und ggf. als Infusionen. Wenn das nicht reicht auch Anti-Allergika, Anti-Histaminika und Mastzellstabilisatoren. Die Ernährungs sollte „Mastzell-freundlich“ und eher Histamin-arm sein, aber nicht zu streng, da es sonst zu einer Mangelernährung kommt und die Lebensqualität und das Sozialleben leiden. Außerdem sollten zunächst ein oft vorliegendes Leaky-gut-Syndrom (gestörte Darmbarriere), Vitaminmängel und andere Stoffwechselstörungen behandelt werden.

 

Vorbeugung:

Patienten, die unter einem MCAS leiden, sollten auslösende Faktoren einer Mastzellaktivierung vermeiden. Dies betrifft z.B. den Lebensstil, Ernährung, Medikamenteneinnahme.

 

Mögliche Auslöser für eine Aktivierung von Mastzellen sind z.B: 

  • Lebensmittel
  • Alkohol
  • Allergien (Allergene wie Pollen, Hausstaub etc.)
  • Stress !

 

Weitere Informationen:

  • Weitere Informationen finden Sie auf mastzellaktivierung.info
  • Buch-Tipp: „Der Histamin-Irrtum“ von Frau Kyra Kauffmann
  • Buch: „Mastzellfreundliche und histaminarme Küche, Herausgeber SIGHI, Euro 22.-.
  • An verschiedenen Uni-Kliniken gibt es Kompetenz-Centren für Mastzellerkrankungen

 

Buch-Tipp:

„Mastzellenfreundliche und histaminarme Küche: Diätanleitung und Rezeptsammlung“ (Quelle: Amazon)

Autor des Buches: Heinz Lamprecht

Sie sind häufig krank, fühlen sich oft gestresst, unwohl oder werden immer wieder von lästigen Symptomen mit unklarer Ursache geplagt wie z. B. laufende oder verstopfte Nase, Niesen, Kopfschmerzen, Migräne, Verdauungsbeschwerden, Hautausschläge, Juckreiz, Schlafstörungen, Müdigkeit, Erschöpfung, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Burnout-Gefühl, Grippegefühl, Infektanfälligkeit, schmerzhafte Entzündungen, unerklärliche Traurigkeit, Antriebslosigkeit usw.?

Ihr Arzt ist ratlos oder zieht eine Histamin-Unverträglichkeit, eine Histamin- Intoleranz oder enterale Histaminose, ein Mastzellaktivitätssyndrom (MCAS) oder eine Mastozytose in Betracht?

Dann lohnt es sich, die in diesem Kochbuch mit Diätanleitung vorgestellte Ernährungsweise auszuprobieren.

Das Buch unterstützt Sie und Ihren Arzt bei der Abklärung, ob Sie auf eine Histamin-Auslassdiät ansprechen. Auf Anhieb können Sie damit die komplizierte Diät korrekt umsetzen, ohne auf eine ausgewogene und schmackhafte Ernährung verzichten zu müssen. Nebst dem Histamingehalt wird auch dem konsequenten Meiden von Histaminliberatoren spezielle Beachtung geschenkt.

Mehr als 180 Rezepte plus zahlreiche Variationsvorschläge. Mit vielen laktosefreien und glutenfreien Rezepten. Einzelne speziell salicylatarme Rezepte für schlechte Tage. Gesunde Ernährung ohne problematische E-Nummern. Vorwiegend alltagstaugliche Rezepte, die schnell zubereitet sind. Einfache tabellarische Kurzdarstellung. Mühelose Handhabung dank praktischer Spiralbindung.

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Als Gründer und Leiter der Interessengemeinschaft Histamin-Intoleranz SIGHI und als selbst von Histamin Geplagter hat sich Heinz Lamprecht viel Wissen und Erfahrung angeeignet zum noch neuen und wenig erforschten Thema der Histamin-Erkrankungen. Ein Teil der Rezepte wurde bisher schon auf der Website www.histaminintoleranz.ch in elektronischer Form angeboten. Auf vielfachen Wunsch hat Heinz Lamprecht nun die Rezepte in Kombination mit einer allgemeinen Diätanleitung zu einem gedruckten Buch aufbereitet. (Quelle: Amazon)

 

Therapie-Möglichkeiten bei Mastzellaktivierungssyndrom (MCAS)

  1. Basis-Therapie (Vitalstoffe, Mikronährstoffe):
  • Vitamin C senkt Histamin
  • Zink stabilisiert die Mastzellen
  • Vitalstoff-Komplex bei HIT/MCAS
  • SAM senkt Histamin im Gehirn
  • Zeolith bindet Histamin
  • Quercetin senkt Histamin
  • CBD Hanföl senkt Histamin
  • Schwarzkümmel senkt Histamin
  • Omega-3-Öl senkt Histamin:
  • Schlafmittel als Histamin-Blocker
  • Vitamin-Grundversorgung
  • DAO-Enzym-Tabletten
  • urkumin
  • Darmsanierung z.B. mit Histamin-verträglichen Probiotika
  • Histamin-senkende Infusionen

 

  1. Medikamentöse Therapie: bei Bedarf oder dauerhaft
  • Anti-Histaminika: H1 und H2-Blocker
  • Mastzellstabilisator
  • Antidepressivum, niedrig-dosiert als Mastzell-Stabilisator
  • Montelukast: Leukotrienrezeptor-Antagonist

 

 Prävention von Schüben durch Vermeidung auslösender Faktoren:

  • Bestimmte Medikamente meiden: ASS, Chinin, lokale Betäubungsmittel, Opioide (Kodein),
    Etomidat, Enfluran, Isofluran u.a.; Jodhaltige Kontrastmittel
  • Insektengifte: Bienen-, Wespengift
  • Alkohol!, Nahrungsmittel und –zusätze: z.B. Schokolade, Käse, Erdbeeren, Kiwi, Koffein…
  • Streß!: Angst, Freude, Prüfungen, Auftritte, körperliche Anstrengung, Hitze, Kälte, Reibung…
  • Hormonstörungen: v.a. Progesteron-Mangel bzw. Östrogen-Überschuß
  • Einige bakterielle/virale Infektionen wie z.B. Yersinien, Campylobacter